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Ich liebe Geschichten. Erzählte, erlesene, gespielte, sich im Spiel entwickelnde. Nicht umsonst bin ich - trotz massiver Schüchternheit - beim Theater gelandet, zwar eher die Fäden ziehend als auf der Bühne, aber doch bei dem Ort, an dem Geschichten lebendig werden. Ich liebe es, zusammen mit Kindern und Jugendlichen, zu erleben, wie aus einem Gedanken eine Geschichte wird, wie sich Eines zum Anderen fügt und sich zu einem feinen Netz spinnt, auf dem wir uns austoben können.

Doch länger als im Theater haben mit erzählte und erlesene Geschichten begleitet. Erzählte Gute-Nacht-Geschichten im geheimnisvollen Dunkel einer Almhütte, gespielte Mitmach-Geschichten, die unser Kindermädchen sich allabendlich für uns und mit uns ausgedacht hat und natürlich Bücher. Ich habe sie verschlungen. Dicke, dünne, schwierige, seichtere, Bücher in meiner Muttersprache und in anderen Sprachen - viele davon viele Male. Das Buch meiner Kindheit war “Rösslein hüh!” - heute noch sehe ich mich weinend im Bett liegen, während meine Mutter uns vorliest und bitten: “Noch ein Stück!” Danach waren es Astrid Lindgren, Otfried Preußler, Enid Blyton (was habe ich “Dolly” geliebt), Michael Ende, Renate Welsh und Christine Nöstlinger, die mich meine Kindheit hindurch begleitet haben - und natürlich viele andere.

Mein erstes Buch habe ich mit 12 Jahren geschrieben. Es war ein Geschenk für meine Eltern. Mehrere solcher Buchgeschenke folgten: für meine Eltern, meine Kinder und meine Schüler/innen. Und seit Kurzem schreibe ich auch für Menschen, die ich nicht kenne. Noch sind es nur ein paar Kurzgeschichten, die es in diversen Anthologien von mir gibt, aber es gibt auch Verträge für zwei Kinderbücher und zwei Regio-Krimis und jede Menge Geschichtenprojekte, die in meinem Kopf herumschwirren. Ich freue mich darauf, ihnen allen beim Entstehen zusehen zu dürfen.

Ich freue mich, wenn auch Ihr dabei seid und mich auf dem Weg zur Autorin begleitet.

Herzlich, Heidi Troi